Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Das Arbeitsjahr 2025 ist vor wenigen Tagen zu Ende gegangen. Es war geprägt von einer zusehends herausfordernden finanziellen Situation. Dabei ging es nicht nur um Ausweitungen und Verbesserungen im Dienst- und Besoldungsrecht, sondern ebenso darum, Erreichtes nachhaltig abzusichern. Mit diesem Rückblick ziehen wir Bilanz, um gestärkt und vorausschauend den anstehenden Herausforderungen begegnen zu können. Im Jahr 2026 erwarten wir insbesondere bei der Personalbedarfsberechnung Ergebnisse.
Folgende Themen konnten wir in den letzten Monaten beginnen oder zu einem Abschluss bringen:
- Gesundheitspakt NÖ finalisiert und als Gesundheitsplan 2040+ veröffentlicht
- abgeschlossen: Rahmenvereinbarung betreffend abfedernde Maßnahmen bei Änderung der Organisation und Strukturen im Bereich der NÖ Landesgesundheits-agentur | Absicherung unserer Kolleginnen und Kollegen bei organisatorischen Veränderungen
- Regionaler Strukturplan Gesundheit (RSG 2030) veröffentlicht
- Personalbedarfsberechnung NESTOR (Niederösterreichs evidenzbasiertes Steuerungs-Tool objektiver Ressourcenallokation) weiter in Bearbeitung
- Projekt IASON (Integrierte Analyse Strukturierter Organisationsleistungen Niederösterreich) abgeschlossen
- Beginn der Evaluierungsphasen, d. h. Prüfung des Modells auf Anwendbarkeit
- regionales Pool-Team für Pflege- und Betreuungszentren in der Thermenregion in den Regelbetrieb übergeführt, Region Weinviertel startet 2026
- weitere Ergebnisse im Bereich des lebensphasenorientierten Arbeitens
Informationshandbuch zur Phase „Altersgerechtes Arbeiten und Austrittsphase“ - Dienstplanstabilität
Warenkorb „Dienstplanstabilität“ erstellt und somit die Einführung von Standby-Diensten ermöglicht sowie Absicherung durch Verlängerung der dienstrechtlichen Vereinbarung für 2026 - Zusammenführung der Dienste und Reduzierung von unbezahlten Pausen in den Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren
- Einführung zusätzlicher Nachtdienste wird weiter umgesetzt
- Altersteilzeit – trotz Änderungen auf Bundesebene auch für 2026 weiter gesichert
- Digitalisierung der Dienstreiseaufträge und Reisegebühren
- Verwaltungsvereinfachung bei Dienstunfällen
- (Muster)Betriebsvereinbarungen:
- Microsoft 365
- Befragung geteilte Dienste in den Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren
- NÖKIS
- Zusatz für verlängerte Dienste bei Spitalsärztinnen und Spitalsärzten
- Nutzung der Mitarbeiterkarte und Zeiterfassung für die Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren, sowie die Zentrale der NÖ LGA
- für abweichende Regelungen der wöchentlichen Ruhezeit in den Kliniken
- Homepage neu überarbeitet und Erweiterung des Informationsangebots
Gemeinsam mit der GÖD Gesundheitsgewerkschaft NÖ:
- Pflegeprämie auch für 2026 gesichert
- Einspringdienste für Teilzeitkräfte: Zeitausgleichkonsum auch 2026 möglich
- Gehaltsabkommen für die Jahre 2026 – 2028 neu verhandelt und Nulllohnrunde abgewendet
- Spitalsärztepaket gemeinsam mit der Ärztinnen- und Ärztekammer NÖ in Umsetzung
- Evaluierung im Bereich der Haustechnik abgeschlossen
- Evaluierung im Bereich der Küche und Cafeteria abgeschlossen
- Weitergewährung des Kinderweihnachtsgeldes
- Rahmenbedingungen der Zuordnung von Stellen im Bereich onkologische Pflege geschaffen
- Abgeltung Vertretungstätigkeit bereits ab dem 7. Kalendertag in der Besoldung neu bei Leitungskräften in der Pflege, den medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen I und II sowie den leitenden Hebammen verlängert und ausgeweitet (Leitung neu mobiles Palliativteam, Bereichsleitung Pflege I und II, pflegerische Standortleitungen) auch weiterhin gesichert
- Zugriff auf Jahreslohnzettel über Dienstplanprogramm „Nizza“ ermöglicht
Stellenbeschreibungen überarbeitet:
- KoordinatorIn Mobiles Palliativteam/Kliniken
- Stabsfunktion PflegekoordinatorIn
- Advanced Practice Nurse
- Haustechnik
- Bereich Küche und Cafeteria
- Bewertungsevaluierungen im Bereich der medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Dienste im Laufen
- spartenspezifische Einstellungen bei den Anspruchsberechtigungen von Nachtzeitausgleichsstunden weiterhin ausgesetzt – Nachtschwerarbeitsverordnung in der Finalisierung
All das war und ist nur durch ein gutes und gelebtes Miteinander möglich, indem Herausforderungen gemeinsam aufgegriffen und lösungsorientiert bearbeitet werden. Dazu braucht es verlässliche Partnerinnen und Partner auf politischer und LGA-Ebene sowie stabile Netzwerke. Wir bedanken uns allen voran bei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die eine verlässliche Partnerin auf Sozialpartnerebene ist. Es braucht Begegnung und Kommunikation, die von Respekt und Wertschätzung geprägt sind.
Das Jahr 2026 wird uns weiterhin stark fordern. Nach wie vor stehen wir in einer massiven Konkurrenzsituation mit anderen Bundesländern und anderen Trägern im Gesundheits- und Sozialbereich. Die Entwicklungen in Salzburg haben gezeigt, dass es zunehmend darum geht, Leistungen und Errungenschaften nachhaltig abzusichern. Daher setzen wir unseren gemeinsamen Weg konsequent fort und bearbeiten strukturiert die anstehenden Herausforderungen. Nur so können wir stabile Rahmen- und Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich absichern bzw. zum Positiven verändern.
Nur in einem guten und gelebten Miteinander können wir Herausforderungen in bewegten Zeiten bewältigen – Gemeinsam Seite an Seite können wir es schaffen.
