Betriebsräteversammlung 2026 - starke Interessensvertretung, starke Gemeinschaft

Mit großer Beteiligung fand am 24. September 2026 die jährliche Betriebsräteversammlung der Betriebsrätinnen und Betriebsräte der NÖ Landes- und Universitätskliniken, der Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren, der Landesgesundheitsagentur Zentrale sowie der Servicegesellschaften in der Arbeiterkammer NÖ in St. Pölten statt. Insgesamt 279 Betriebsrätinnen und Betriebsräte folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zur Diskussion aktueller Herausforderungen und Zukunftsthemen.

Der ZBR-Vorsitzende Gottfried Feiertag, MSc begrüßte als Ehrengäste die Landeshauptfrau Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Anton Kasser, Landesamtsdirektor Mag. Werner Trock, die LGA Vorständin Mag.a Dr.in Elisabeth Bräutigam, MBA, den Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur Mag. Dr. Bernhard Kadlec, den Leiter des Vorstandsbüros Mag. Andreas Achatz, die Leiterin der Abteilung Personalmanagement NÖ LGA Dr.in Elisabeth Seidl, Matthias Hofer, MSc, als Leiter der Stabsstelle Kommunikation in der NÖ Landesgesundheitsagentur sowie seine Stellvertreterin Mag.a (FH) Cornelia Bunkrad, MSc, Jürgen Zahrl aus der Stabstelle Kommunikation, den Präsidenten der Arbeiterkammer NÖ Markus Wieser, den designierten Direktor der AK NÖ Mag. Karl Heigel, Vizepräsidentin der AK NÖ Angela Fischer, Vizepräsident der Ärztinnen- und Ärztekammer NÖ OA Dr. Wolfgang Walentich, MSc, den Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst NÖ Ing. Matthias Deiser, MSc, den Vorsitzenden der GÖD Gesundheitsgewerkschaft Reinhard Waldhör, den Vorsitzenden der GÖD Gesundheitsgewerkschaft NÖ Karl Streicher, die NÖ Gleichbehandlungsbeauftragte Ing.in Mag.a Claudia Grübler-Camerloher, die Zentralbehindertenvertrauensperson Hannes Neuwirth und seinen Stellvertreter Markus Schwarz, die Vorsitzenden-Stellvertreter des Zentralbetriebsrats Rudi Zeller und Ing. Gerhard Blaschke, die Vorsitzenden-Stellvertreterin Caroline Kanzler.

In der Ansprache von Landeshauptfrau Mag.a Johanna Mikl-Leitner stellte sie die Menschen in den Mittelpunkt, die täglich in den Einrichtungen der NÖ Landesgesundheitsagentur tätig sind. „Unser Pflege- und Gesundheitssystem würde ohne diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht funktionieren. Sie leisten Tag für Tag Großartiges und verdienen dafür Wertschätzung und Respekt“, betonte die Landeshauptfrau. Gleichzeitig unterstrich sie die wichtige Rolle der Betriebsrätinnen und Betriebsräte als Sprachrohr der Belegschaft. Insbesondere bei großen Reformvorhaben, wie dem Gesundheitsplan 2040+, sei es entscheidend, die Anliegen, Sorgen und Wünsche der Mitarbeitenden zu kennen.

In seinem Bericht zog der Vorsitzende des Zentralbetriebsrats Gottfried Feiertag, MSc Bilanz über die Ergebnisse des vergangenen Jahres. Dazu zählen insbesondere die finanzielle Gleichstellung der gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Dienste sowie die Reform der NÖ Nachtschwerarbeitsverordnung. Zudem konnte eine Bewertungsevaluierung im Bereich Küche und Cafeteria erfolgreich abgeschlossen werden.

Zum Bericht des Vorsitzenden: 

Ein weiterer Schwerpunkt seines Berichts waren die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen. Insbesondere die zunehmende Hitzebelastung in den Sommermonaten sowie die oftmals geringe Luftfeuchtigkeit im Winter stellen viele Kolleginnen und Kollegen vor Herausforderungen. Hier seien weitere Maßnahmen erforderlich, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Darüber hinaus ging Gottfried Feiertag, MSc auf die Bedeutung der Rahmenvereinbarung zu abfedernden Maßnahmen bei organisatorischen und strukturellen Veränderungen im Zuge des Gesundheitsplans 2040+ ein. Ebenso sprach er sich für die konsequente Weiterentwicklung von Instrumenten zur Dienstplanstabilität aus. Standby-Dienste, LGA-Pool-Lösungen sowie lebensphasenorientiertes Arbeiten seien wichtige Maßnahmen, um die NÖ Landesgesundheitsagentur auch künftig als attraktiven Dienstgeber zu positionieren. Mit Blick auf die kommenden Jahre nannte er den Gesundheitsplan 2040+, den Regionalen Strukturplan Gesundheit NÖ, die Personalbedarfsberechnung NESTOR sowie die Evaluierung der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, insbesondere der Spezialisierungen und Hebammen, als zentrale Themen, die konsequent abzuarbeiten sind.

In diesem Jahr fand die Interviewrunde mit Landesrat Anton Kasser sowie den Vorständen Mag.a Dr.in Elisabeth Bräutigam, MBA und Mag. Dr. Bernhard Kadlec statt. Landesrat Anton Kasser zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Das Herzblut, mit dem die Menschen ihre Arbeit verrichten, sei für ihn besonders bemerkenswert. Gleichzeitig bedankte er sich für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Zentralbetriebsrat sowie für die tägliche Leistung der Beschäftigten in den Einrichtungen.

Vorständin Mag.a Dr.in Elisabeth Bräutigam, MBA erläuterte auf Nachfrage den Regionalen Strukturplan Gesundheit. Ziel sei es, die zukünftige Entwicklung der einzelnen Regionen und deren demografische Veränderungen abzubilden. Auf dieser Grundlage werde geplant, welche Einrichtungen und Versorgungsangebote künftig in den jeweiligen Regionen benötigt werden.

Vorstand Mag. Dr. Bernhard Kadlec widmete sich dem Thema Sparsamkeit und Ressourceneinsatz. Sein Appell: Verschwendungen vermeiden, um freiwerdende Mittel dort einsetzen zu können, wo sie tatsächlich benötigt werden. Dabei setzte er ein klares Zeichen für die Kompetenz innerhalb der NÖ LGA. Die Expertise der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei oftmals wertvoller als externe Beratungsleistungen. Schließlich seien es die Beschäftigten selbst, die wissen, welche Lösungen funktionieren und wie eine qualitativ hochwertige Versorgung langfristig sichergestellt werden kann.

Im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Diskussion“ meldete sich die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des LK Horn Sabine Neunteufl zu Wort. Sie bedankte sich ausdrücklich für die Umsetzung der finanziellen Gleichstellung der Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen sowie der biomedizinischen Analytikerinnen und Analytiker mit den übrigen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen. Auch die Zentralbehindertenvertrauensperson Hannes Neuwirth nutzte die Gelegenheit, um dem Zentralbetriebsratsvorsitzenden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu danken.

Die gelungene Veranstaltung bot nicht nur Raum für Information und Diskussion, sondern auch für den persönlichen Austausch. Es wurde die Gelegenheit intensiv genutzt, Erfahrungen auszutauschen und neue Netzwerke zu knüpfen. Damit wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit der Betriebsrätinnen und Betriebsräte für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft der NÖ Landesgesundheitsagentur sind.